Gerhard Mercator

Gerhard Mercators Haus in der Oberstraße 2 war Wohnsitz seiner Familie, Zentrale seines mittelständischen Unternehmens und Sammelort des damaligen geographischen Wissens, weit über Duisburg hinaus. Von hier aus korrespondierte er mit anderen Gelehrten und Seefahrern und verarbeitete deren Wissen in Globen, Atlanten und Karten, die er europaweit verkaufte. Sein Wirken ist bis heute die Grundlage für die moderne Navigation. Ohne Mercator gäbe es kein GPS.

 

Von Gerhard Mercators Haus sind heute das Kellergewölbe und die Grundmauern erhalten. Sie wurden 2012 bei archäologischen Grabungen gefunden und liegen in einem ca. 28.000 m² großen innerstädtischen Entwicklungsgebiet, das unter dem Namen Mercator-Viertel geplant und vermarktet wird.

 

Mit dem Nachbau des Historischen Mercatorhauses erhält Duisburg darüber hinaus neben dem Mercator-Brunnen am Burgplatz, dem Mercator-Epitaph in der Salvatorkirche und der Mercator-Schatzkammer im Kultur- und Stadthistorischen Museum einen vierten markanten Platz, an dem das Wirken von Gerhard Mercator sichtbar wird. 

 

Die Weltkarte von 1569 mit der sogenannten Mercatorprojektion legte den Grundstein für die Globalisierung der Welt und ist noch heute gültig. Was weitgehend unbekannt ist: Die Mercatorprojektion wurde in Duisburg geschaffen. Ihr Entwickler Gerhard Mercator lebte 42 Jahre lang mit seiner Frau Barbara Schellenkens und ihren Kindern bis zu seinem Tod im Jahr 1594 in der Stadt, in der er Welt-Karten-Geschichte schrieb.

Gerhard Mercator und sein Haus in Duisburg

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